Der 6. Internationale Beethovenpreis für Patti Smith

© Steven Sebrink
© Steven Sebrink

„I am always the same person…I evolve but I do not change.“  ~ Patti Smith

► English version

Die US-amerikanische Sängerin, Schriftstellerin, Aktivistin und Künstlerin erhält den 6. Internationalen Beethovenpreis 2020 – im Jahre des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven.

Der von Torsten Schreiber und Andreas Loesch initiierte Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion wird zum sechsten Mal vergeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird wieder von der Kölner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris gesponsert. Die Preistrophäe „Evolute“ in Alabaster gestaltet ein weiteres Mal der Künstler Dirk Wilhelm.

Die Verleihung kann coronabedingt erst zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich im Rahmen ihres Gastpieles am 7. Juni 2021 auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef, stattfinden.

Patti Smith – Schiftstellerin, Sängerin, Künstlerin – Beethovenverehrerin. Punkpoetin wird sie genannt. Mit ihrem weiblichen Rebellentum wird sie  zur Punkrock-Sängerin der ersten Stunde und zur Ikone der Frauenbewegung Sie ist wortmächtige Dichterin und energetische Rockerin. Seit vielen Jahrzehnten singt die 1946 in Chicago geborene Amerikanerin ihre Lieder mit Energie, Wut, Liebe, Leidenschaft und Authentizität.

Sie ist eine Aktivistin – mit ihren Büchern, ihren Liedern und ihrem Leben. Sie tritt zeitlebens für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung, Inklusion und für den Klimaschutz ein.

Sie gab und gibt unzählige Benefiz- und Protestkonzerte – für die Opfer der AIDS-Krankheit, für die Demokratiebewegung in den USA, im Wahlkampf für demokratische und grüne Kandidaten. Sie sprach und sang bereits bei den ersten Protesten gegen den Irakkrieg, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, leitete häufig politische motivierte „Crowdsingings“. Sie schrieb zahlreiche Protestsongs, zwei von diesen von 2006 waren gegen die amerikanisch-israelische Außenpolitik in Bezug auf den Libanon gerichtet. „Without chains“ schrieb sie für Murat Kurnaz, türkischer, in Deutschland aufgewachsener Bürger, der in Guantanamo inhaftiert war.

„Peacable Kingdom“ widmete sie der Aktivistin Rachel Corrie. In ihrem Andenken gab sie zehn Tage nach deren Tod im März 2003 ein Anti-Kriegs-Konzert in Austin (Texas). Eine besondere Version ihres Liedes „People have the Power“ widmete sie 2009 den Iranerinnen und Iranern, in dem sie „Where is my vote“ in den Text einfügte. Jedes Jahr unterstützt sie das Tibet Haus US bei seinem alljährlichen Benefizkonzert in der Carnegie Hall.

Patti Smith unterschrieb die „Beethoven-Deklaration“, eine Absichtserklärung, in der sich 240 Künstlerinnen und Künstler anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni 2020 verpflichteten, ihre Arbeit in den Dienst einer umweltverträglichen Gesellschaft zu stellen.

Patti Smith ist erklärter Beethovenfan. Er war nicht nur der Lieblingskomponist ihres Mannes Fred Smith. Seine Leidenschaft beim Komponieren sei ihr ein Vorbild für ihr eigenes musikalisches Schaffen, erklärte sie bei dem Konzert am Bonner Kunstrasen am 9. Juli 2012.

Am 7. Juni 2021 ist Patti Smith zu Gast auf der Bad Honnefer Insel Grafenwerth – auf Einladung von E.L. Hartz-Promotion GmbH und dem Tourveranstalter Berthold Seliger. Das Konzert findet im Rahmen des Festivals „Lieder.Freude.Miteinander“ statt, das die Stadt Bad Honnef anlässlich des Beethovenjubiläums BTHVN 2020 mit Unterstützung der Beethovenjubiläums-GmbH veranstaltet.

Der Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion wird getragen von der Beethoven Academy. Er wurde ins Leben gerufen vom Intendanten der Beethoven Academy Torsten Schreiber, sowie vom Präsidenten des Festivals Junger Künstler Bayreuth, Andreas Loesch, der ebenfalls Gesellschafter der Academy ist. Weitere Gesellschafterin der Beethoven Academy ist die Pianistin Martha Argerich.

Die Beethoven Academy wurde am 13. März 2016 gegründet. Sie hat die Leitlinien Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion. Im Kontext dieser Leitlinien organisiert sie Kulturprojekte. Neben der alljährlichen Preisverleihung sind dies a) das Programm MUTE (Musik und Teilhabe) mit Konzerten am Krankenbett, für mobilitäts- und mental eingeschränkte Menschen und anderen Gruppen, denen der Zugang zu Musik erschwert ist b) Veranstaltungen im Format LET’S TALK BEETHOVEN, die musikalische Darbietungen aus verschiedenen Genres mit Lectures entlang der Leitlinien der Academy verbindet und c) Kulturprojekte in Krisengebieten.

Die Beethoven Academy stellt Ludwig van Beethoven als Sozialutopisten und gesellschaftlichen Visionär in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und erweitert mit neuen Konzertkonzepten die Rezeption des Komponisten weit über die übliche Hörerschicht hinaus. Damit hatte sie im Hinblick auf das Beethovenjubiläum 2020 eine Vorreiterrolle übernommen, denn auch die im Sommer 2016 gegründete Beethoven Jubiläums GmbH hat sich u.a. diese Ziele als Programmschwerpunkte des Jubiläums zu Eigen gemacht.

Der Beethovenpreis wird von der Kölner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris als Hauptsponsor unterstützt. .

Die Solidaris blickt auf eine mehr als 85-jährige erfolgreiche Geschichte zurück und zählt zu den wenigen Unternehmen in Deutschland, die auf die Betreuung gemeinnütziger Träger und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie der Freien Wohlfahrtspflege spezialisiert sind. Als führende Prüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland bietet Solidaris an neun Standorten zukunftsweisende Expertisen zu allen wirtschaftlichen und rechtlichen Belangen gemeinnütziger Organisationen unterschiedlicher Größe und Rechtsform.

Weitere Unterstützer und Kooperationspartner sind zahlreiche Kulturgesellschaften aus der Region Bonn: Colloquium Humanum Bonn e.V., Johannes-Wasmuth-Gesellschaft e.V., Richard-Wagner-Verband Bonn/Siegburg e.V., Kulturring Bad Honnef e.V., ArtDialog e.V.; KuKuG – Kunst und Kultur Bad Godesberg e.V. u.a.

Pressekontakt
Susanne Gundelach
+49 228 95 22 80
susanne@gundelach-bonn.de